Pentagramm

Das natürliche Abbild des Pentagrammes ist der fünfzackige Stern, im Kerngehäuse (engl. core), der sich beim (Quer-)Schnitt durch den Apfel offenbart. Es versinnbildlicht die griechische Göttin Kore, die im Herzen der Erdmutter (Demeter) ruht. Die jungfräulichen Göttinen wurden u.a. in Anatolien als 'Hebe' in Assyrien als 'Eveh' verehrt. Diese Namensähnlichkeit mit der biblischen 'Eva' ist sicher nicht zufällig, zumal sie (jungfräuliche Göttin) in Babylon als 'göttliche Herrin Edens' verehrt wurde.

So wie alle Rosengewächse ist auch der Apfel dem weiblichen, dem lebensspendenden Prinzip zugeordnet. Durch die kulturhistorische Deutung der Frucht der Bibel als Apfel entsteht eine neue Interpretation der früheren Symbolik, nach der die Mutter(göttin) allen Lebens dem ersten Mann ihre magische Frucht des Lebens schenkte, während die Schlange (der Weisheit) hinter ihr erdwärtsgerichtet hinabsteigt.

Das Pentagramm ist Symbol der Venus, sowohl des Planeten als auch der Göttin, da der Planet im Zeitraum von acht Jahren in etwa ein Pentagramm am Sternenhimmel definiert. Oftmals wird vermutet, dass die Griechen ihre olympischen Spiele nach diesem Zyklus ausgerichtet haben. Symbol der Göttin Venus ist das Pentagramm aufgrund seiner fünf Ecken, die eine Analogie zur fünfblättrigen Rose gestattet. Das Symbol wurde auf einem Krug aus der mesopotamischen Djemdet-Nasr-Zeit, d.h. aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends, als Ideogramm der sumerischen Göttin Inanna/Ishtar gefunden (s. V.Gordon Childe >New Light on the most ancient East< 1928 (1958,134 + Abbildung Plate XXI).

Um 3000 v. Chr. tauchte das Symbol in Mesopotamien als Piktogramm für „Ecke“ oder „Winkel“ auf. Pythagoras kannte das Pentagramm als Symbol für Gesundheit. Ihn interessierte daran besonders dessen mathematischer Aspekt. Mathematisch ist das Pentagramm die Grundlage des Goldenen Schnitts. Da man das Symbol in einem Zug zeichnen kann und am Schluss wieder zum Anfang gelangt, galt es auch als Zeichen für den Kreislauf des Lebens. Abraxas, Gott der Gnostiker, wurde ebenfalls mit einem Pentagramm symbolisiert, weil er fünf Urkräfte in sich vereint.

 

Das Pentagramm mit seinem goldenen Schnitt und damit dem Zahlenverhältnis für Schönheit wurde zur Grundlage vieler Kirchenbauten. So kam es von den Kathedralenbauhütten zu den Freimaurerlogen. Den Freimaurern dient das Pentagramm als übergeordnetes Sternen-Symbol auf deren Arbeitsteppichen. Es gilt als geometrisches Zeichen für die fünfte Wissenschaft der heiligen Geometrie. Der Flammende Stern ist ein weiteres freimaurerisches Pentagramm. Es umgibt eine Gloriole und enthält zentral den Buchstaben G (Identische Bedeutung.).

In mittelalterlicher und nachmittelalterlicher Zeit galten Pentagramme als Zaubercharaktere und Abwehrzeichen gegen Dämonen und Druden und wurden von der katholischen Kirche benutzt, es stellte auch die fünf Wunden Jesu Christi dar.

Quelle: W i k i p e d i a

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