


Entstehungsgeschichte des Werwolfglaubens
Ihm wächst unter großen Schmerzen und lautem Geheul bei Vollmond ein Pelz, seine Hände werden zur boshaften Krallen, das Gesicht weicht einer Schnauze mit mörderischen Zähnen und der Körper nimmt an Stärke und Boshaftigkeit zu. Sein Geheul ist bei Vollmond in aller Ohren, er reißt Ziegen und Schafe, stillt seinen Blutdurst durch jedes Lebewesen das ihm nicht entkommen kann, macht auch vor Menschen keinen Halt....!
So oder so ähnlich kennen wir die Erzählungen aus Filmen, Büchern und Sagen!
Was aber steckt tatsächlich dahinter?
Zurückverfolgen kann man den Ursprung des Werwolfes Jahrhunderte. Wandlungen von Mensch zu Tier kannten fast alle Kulturen unserer Erde. Nenne ich beispielsweise unsere steinzeitlichen Vorfahren, die ihr Glück bei der Jagd durch Medizinmänner und Schamanen zu steigern versuchten. Sie ließen den Geist des Tieres anrufen, das sie sich zur Beute nehmen wollten, kleideten sich mit Fell und Hirschgeweih und machten so durch Visionen Äsungsplätze und Wege der Herden aus.
Die griechische Sage besagt, dass Zeuss aus Rache Lykaon, den König der Akardier in einen Wolf verwandelt haben soll. Es soll an Lykaons wilder Gottlosigkeit gelegen haben. Es wird erzählt, dass im 4. Jahrhundert v. Chr. auf der Spitze des Lykaions, dem "Wolfsberg" Lykaion dem Göttervater Zeuss als Opfergabe gebracht wurde. Aß man sein Fleisch, so würde man 10 Jahre lang als Wolf durch die Wälder streifen und erst danach seine menschliche Gestalt zurückbekommen.
Menschen die an dem Wolfswahn leiden, d. h. sich einbildet man verwandelt sich in eine reißende Bestie, werden aufgrund dessen auch Lykantrophen genannt.
Aber Wölfe werden keinesfalls nur als Sinnbild des Bösen verkörpert. Waren es nicht Romulus und Remus die von einer Wölfin großgezogen wurden? Noch heute steht "La Lupa" die Wölfin für mütterliche Aufopferung.
Odin der Hauptgott der nordische Mythos wurde von Geri und Freki begleitet.